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16.12.2017 9:03

Der Goldstandard in den USA

Im Jahre 1840 führten die USA das Unabhängige Schatzsystem (Independent Treasury System) ein, in welchem die einzigen rechtlich anerkannten Zahlungsmittel Gold- und Silbemünzen waren. Papier als Zahlungsmittel wurde nur in Ausnahmefällen zugelassen. Dies war nicht der erste Versuch, einen Bi- Metall- Standard in den USA einzuführen, aber es war zugegebenermaßen der erfolgreichste und über 20 Jahre war das monetäre System der USA sehr stabil.

Das Problem bei einer vollständigen Golddeckung ist, dass die zirkulierende Geldmenge an die Goldreserven gebunden ist. Auf dem Höhepunkt des Amerikanischen Bürgerkrieges beliefen sich die gesamten Ausgaben des Nordens und Südens für das Militär auf ca. 2,5 Millionen USD am Tag – das sind bereinigt um die Inflation heute 29,5 Milliarden USD täglich. Im Jahre 1862 war Präsident Lincoln gezwungen, 450,000,000 USD in Noten auszugeben. Es wurde ein neues gesetzliches Zahlungsmittel, der Greenback Dollar geschaffen. Die Deckung durch Gold und Silber wurde aufgehoben. Es handelte sich um einen Solawechsel, der zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft gegen die neue Währung eingetauscht werden sollte.

Das Vertrauen in diese Emission war niedrig, auch weil die Zukunft der Regierung ungewiss war. Innerhalb von 2 Jahren verloren die neuen Dollarnoten an Wert und waren nur noch 35 Cent in Gold wert. Unabhängig davon erlaubte der Druck dieser neuen Währung Lincoln, seine Armee und deren Verpflegung zu bezahlen und damit im Endeffekt auch den Krieg zu gewinnen.

Mehr als 8 Mrd. USD wurden bis zum Ende des Krieges ausgegeben, nach heutigen USD sind das 944 Milliarden. Dieser Berg an Schulden führte zu neuen Steuern, Abgaben und Zöllen und einer erhöhten Emissionstätigkeit von Staatsanleihen durch die Regierung. Die Zinsen stiegen und die Inflationsschraube drehte sich nach oben. Es wurde mehr Geld gedruckt als gebraucht wurde, aber keiner hatte Vertrauen in die neue Papierwährung. Einige glückliche Investoren investierten als Inflationsausgleich im Aktienmarkt und konnten damit gute Gewinne verbuchen. Einige Aktien, insbesondere die Eisenbahnaktien, stiegen um 70% und mehr.

Und was passierte mit Gold in diesen turbulenten Zeiten? Sein Preis stieg von 20.67 USD die Unze im Jahr 1861, auf mehr als 35 USD zwei Jahre später, ein Anstieg von 75%. 1864 markierte es ein Hoch von 53 USD und stieg auch nach dem Krieg während der Aufbauphase weiter.

Im Jahr 1869 unterschrieb Präsident Grant ein Gesetz, das den Wert des Greenback, der während des Krieges emittiert wurde, festlegte. Die Währung wurde erneut durch Gold gesichert. Später im gleichen Jahr versuchten Investoren den Goldmarkt auszuhebeln und der Goldpreis markierte ein neues Hoch bei 162.50 USD am 24 September 1869. Das war ein Anstieg von 900% innerhalb von 8 Jahren und würde einen heutigen Goldpreis von 2,252 USD die Troy Unze bedeuten.

Die Krise wurde entschärft, als Präsident Grant das Schatzamt anwies, Gold für einen Gegenwert von mehr als 4 Million USD zu verkaufen. Der Goldpreis stürzte ins bodenlose. Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, pendelte sich der Preis wieder auf das Vorkriegsniveau ein, fiel aber nie mehr darunter.

Quelle: Wikipedia

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